Quetschzange

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Es gibt:

Grosse Quetschzangen oder auch BBQ-Zange

Diese dienen zum gleichmässigen Plattdrücken grösserer Glasmengen zB: zum freiformen von Würfeln und Quadern. Sie haben eine gewisse Ähnlichkeit mit Grillzangen.

Kleine Quetschzangen bzw. kleine Abflachzange oder auch Formpinzette

Diese dienen zum gleichmässigen Plattdrücken kleiner Glasmengen zB: zum freiformen von Würfeln und Quadern, aber auch zum plätten von Flügerln oder Flossen etc. Sie sehen aus, wie Pinzetten an deren Enden viereckige Plättchen befestigt sind.

Kleine Quetsch- bzw. Formzange, abgewinkelt (Herzpinzette)

Dies ist eine umfunktionierte normale kleine Quetschzange, deren Quetschplättchen winklig nach aussen abgebogen sind. Diese Zange ist sehr gut für Herz- Stern- und Rautenformen geeignet (quer und längs zum Dorn), sowie zum Korrigieren von Kanten. Die Anleitung zum Herstellen eines solchen Herzes findet man in "Passing the flame" von Corina Tettinger

Blattzangen

Diese dienen dazu um auf bereits blattförmig geformtem Glas eine Blattaderstruktur einzudrücken.

Anleitung zum Blätterquetschen:
Variante 1:

Die einfachste Methode ist, an der Stange einen schönen großen Blob machen und ein bisschen in die Länge ziehen, so etwa wie das Blatt von der Zange. Den dann in die Zange quetschen und dabei die Glasstange abschmelzen und gleichzeitig damit eine Aufhängeröse machen, die ist gleichzeitig der Stiel. Also die Glasstange erhitzen einen Faden ziehen und eine Schlaufe nach hinten machen und anbäbbeln, dann abschmelzen. Besser kann ich es leider nicht erklären.

Variante 2:

Die schwierigere Variante, ist eine Perle machen und da wo das Blatt an der Perle hängen soll pappst du haufenweise in die Länge und Breite Blobs drann, bis du die richtige Menge für die Zange hast. Oder du pappst ein kleines Stück Glasstange drann und die tust du blattähnlich mit Blobs verbreitern.

Natürlich muss man schon bei allen Varianten ein bisschen probieren, bis man die richtige Glasmenge für die Zange hat. Was man nicht machen sollte, eine Riesenperle und die dann runterlaufen lassen. Oben am dorn siehts dann richtig Besch...eiden aus. (Eva)

Zwei kleine Anmerkungen zu Evas Beschreibung:

-> Das Blatt darf nur zum Plattmachen in der Zange bleiben, sonst bekommt es zuviel Spannung und *kRks*. Das Langziehen kann auch nach dem Drücken und VORSICHTIGEM rückerwärmen geschehen. Das sieht oft besser aus. Den Stiel oder die Öse wird erst drangemacht, wenn das Blatt mit der Spitze am ziehenden Glasstab fest ist, der jetzt als Handhabe (punty) dient.

-> Die zur Seite gelaufene Riesenperle wird doch am Dorn echt scharf!

--> Die fertigen, von der Handhabe gelösten (oder drangelassenen) Blätter können Problemlos in Vermiculite abkühlen gelassen werden, wenn sie vorher gleichmäßig warm waren. Das Abschmelzen von der Handhabe ist dann unkritisch. (Dietmar) Originalbeitrag nicht mehr verlinkbar