Murrini: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 13. Mai 2012, 10:42 Uhr

Murrini sind Glasstäbe mit einem Bild oder Muster im Querschnitt. Durch Zerteilen des Stabes läßt sich das Bild vervielfältigen. Millefiori sind eine auf Blütenmotive begrenzte Unterabteilung der Murrini. Es gibt mehrere Methoden, um Murrini herzustellen:

- Bündeln von Glasstäben und -Streifen Dabei kann man "gepixelte" Bilder erzeugen, die an Mikromosaike erinnern. Man nimmt eine Form aus einem hitzefesten Material und schichtet die farbigen Glasabschnitte so hinein, daß man das obere Ende später frei erreichen kann. Sobald das Motiv fertig zusammengelegt ist wird der Packen gegen Verrutschen gesichert und im Ofen aufgeheizt, bis das Glas beginnt klebrig zu werden (Fuse to stick). Jetzt wird am Hefteisen eine Endkappe aus Glas geformt, die etwas größer ist als der Querschnitt des Bündels. Mit der glutflüssigen Oberfläche der Endkappe wird das Bündel aufgenommen, um es an der Lampe oder im Gloryhole durchzuwärmen und die Luft auszutreiben. Sobald die Glasmasse weitgehend luftfrei und gut durchgeschmolzen ist wird auf der anderen Seite ebenfalls eine Endkappe (am Hefteisen) angesetzt und das Ganze gezogen.

- Pate de Verre Hier werden zunächst die Einzelteile, die, wie oben beschrieben, zusammengesetzt werden sollen als Modell vorbereitet und danach eine Gipsform erstellt. Die Gipsform wird mit Glasstücken und/oder -Granulat gefüllt und zum Schmelzen im Ofen erhitzt. Man kann auch die vorgeheizte Form mit flüssigem Glas ausgießen. Nach dem Erkalten wird das Formmaterial vollständig entfernt, um die Einzelteile zusammensetzen und wie oben beschrieben weiter verarbeiten zu können.

- Formen von im Hafen überstochenen Glasposten Das ist die traditionelle Methode, um Millefiori herzustellen. Dabei wird am Hefteisen zunächst ein dünner Stab aus Glas geformt, der abwechselnd in die verschiedenen Farbglasschmelzen getaucht wird. Das so entstehende konzentrische Muster kann zwischendurch mit optischen Formen (optic Mold) strukturiert werden, sodaß Herz-, Stern- oder Blütenformen entstehen. Beim nächsten Überstechen (Eintauchen ins Glas) füllen sich die Vertiefungen mit Glas und der Murriniblock bekommt wieder eine weitgehend runde Form. Anschließend wird der Block gut durchgewärmt, auf einem am zweiten Hefteisen vorbereiteten Teller (Maria genannt) befestigt und gezogen.

- Aufbau durch Auflegen von Glasposten Hier wird das Muster dadurch erzeugt, daß die unterschiedlichen farbigen Bereiche aus erweichtem Glas auf einem, an der Handhabe befestigten, Glasstab seitlich aufgetragen werden. Die Technik ist ähnlich der des streifenweisen Überfangens. Wenn man mit dem andersfarbigen Glasstab in der erhitzten Oberfläche des schon aufgebauten Murriniblockes etwas rührt kann man durch das Vermischen beim Auftragen noch feinere Farbverläufe erzeugen. Sobald das Muster vollständig ist werden auch hier Endkappen aufgesetzt, der Block erhitzt und anschließend gezogen.

Alle Methoden lassen sich untereinander kombinieren und durch andere Methoden ergänzen. Je nach komplexität der Motive kann man auch zunächst Detail-Stäbe anfertigen, die dann später weiter aufgebaut oder gebündelt werden können.


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